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Chronologisches

Auf diesen Seiten auch Einiges zur Geschichte vom Ort Töplitz und Umgebung.
Weiter unten eine Auflistung, die für uns Catharina Dahms zusammen getragen hat. Bei ihren Recherchen konnte Sie auf das Buchmaterial vom Töplitzer Orts-Chronisten Dr. Dr. M. Vette zurückgreifen. Weiterführende Literatur (6 Bände) über Töplitz (von Dr. Dr. Vette) ist auch hier im Töplitzer Einkaufsmarkt erhältlich.

  • Erstmals 1313
  • In den 1930´gern
  • Nach 1990

- erstmals erwähnt 1313 als die Insel ans Kloster Lehnin verkauft wurde
- ab 1321 offiziell Lehnin zugeordnet„Topol“ oder „Topolica“ heißt Pappel (daher die Pappel im Töplitzer Wappen)
- „Topolec“ heißt sumpfiges Wasser, tiefe Stellen oder Abgrund
- 1339 wurde Leest dem Kloster Lehnin überlassen „lehest“ oder „lesca“ heißt Haselnuss
- heutiges Neu Töplitz war Vorwerk von Töplitz und wurde zur Heimat einiger der letzten Mönche, nachdem Kloster Lehnin 1542 aufgelöst wurde
- während kriegerischer Auseinandersetzungen märkischer Adliger wurde in Töplitz mehrfach geraubt und geplündert
- 1539 Reformation in Brandenburg eingeführt
- 1540 neue Kirchenordnung
- 1652/53 Einführung der Steuern
- 1685 Kurfürst Friedrich Wilhelm öffnet Brandenburg für Siedler à Schweizer Familien ließen sich u. a. in Töplitz nieder
- 1696 – 1833 war Neu Töplitz an Schweizer Familien verpachtet
- 1858 hatte Töplitz 280 Einwohner; 1895 waren es 635
- Ende des 19. Jh. Aufschwung durch Ziegeleien
- heutiges Bürgerhaus diente als Schule
- 1924 – 1939 bemühte sich der (Rad-)Sportverein „Pfeil“ um einen Sportplatz
- 1930/31 Erben Grothes beantragten Fischereirechte für alle Gewässer à der Antrag wurde abgewiesen
- in Töplitz angesiedelt waren Kleinfischereien Franz Döring, Franz Krause und Franz Greiert
- dank Fritz Bertz bekam Töplitz ein Gemeindehaus und 1930 eine Wasserleitung

- 1933 zählte Alt Töplitz 758 Einwohner
- 1936 macht Heinrich Lehmann, ein Uhrmacher, der eine Kammer über der Schmiede Pollatz (heute Hotel Mohr) gemietet hatte, eine bahnbrechende Erfindung in der Fliegerei: einen Tankmesser, der unabhängig von der Fluglage funktioniert; er wurde daraufhin Vorstandsvorsitzender der in Berlin gegründeten Benzinuhren AG
- Lehmann kaufte ein Grundstück auf dem Schwarzen Berg und errichtete dort das Haus, das zum heutigen Kinderdorf wurde
- Segelfliegen war vor dem Zweiten Weltkrieg auch in Töplitz sehr beliebt, so gab es neben Lehmanns Haus eine Segelfliegerhalle
- 1936 begann man auch mit der Errichtung der Autobahnbrücke über den Zernsee Konsequenzen dieses Brückenbaus waren der Niedergang der Fähre nach Phöben und neue Herausforderungen für die Segelflieger, unter der Brücke hindurch zu fliegen; die technische Machbarkeit dieses Manövers wird von Experten heute bezweifelt
- bei Erdarbeiten wurden 1938 wichtige archäologische Entdeckung gemacht wie z.B. der
„Töplitzer Hocker“, ein Skelett etwa aus der Zeit um 2000 v. Chr.
- 1939 – 1945 sind im Kirchenbuch 45 Beerdigungen verzeichnet, die direkt auf die Kriegshandlungen zurückzuführen sind, wie z.B. fünf Tote bei einem Bombenangriff 1945
- 1944 ist der Sportplatz mit 820 m⊃2; Fläche im Grundbuch eingetragen; zur gleichen Zeit werden überall in Deutschland Flächen für die Errichtung von Behelfsheimen zur Unterbringung ausgebombter Menschen gesucht
- am 25. 04. 1945 erreichen die Russen Töplitz über die Autobahnbrücke
- nach 1945 ließen sich viele Flüchtlinge v. a. aus Schlesien in Töplitz nieder Wiedereinrichtung des Schulunterrichts nach dem Krieg war schwierig, da die Schule vor dem Krieg 4-klassig war und nun 8-klassig mit mehr Schülern und Lehrern
- Ende September 1945 wird gegen den Bürgermeister Marzahn das Misstrauen ausgesprochen und Grünefeld in das Amt gewählt
- in Nachkriegszeit waren Wohnraum und Nahrungsmittel knapp; so wurden die ehemaligen Häfen der Ziegeleien zum Kohleverladen genutzt und es gab keine
Zuzugsgenehmigungen nach Töplitz
- unmittelbar nach Kriegsende wurde das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, das zwischen dem heutigen Getränkeshop und dem Haus der Familie Ballerstädt stand, abgerissen
- die Fähre war nach Kriegsende wieder einziges Transportmittel für Pferdewagen aus Phöben, die Korn zur Töplitzer Mühle brachten
- auf der Töplitzer Seite ging die Fähre dreimal unter, das letzte Mal durch einen viel zu schweren Panzer; danach wurde auf die Wiedereinrichtung verzichtet
- für kurze Zeit betrieb Emil Danneberg aus Phöben noch einen Personenfährdienst mit seinem Fischerkahn, nach seinem Tod führte dies aber niemand weiter
- bereits Ende 1948 gab es erste Pläne zum Bau eines neuen Schulgebäudes
- nach Kriegsende gab es eine Bodenreform mit vielen Enteignungen
- die Bauern mussten Abgaben tätigen, waren sie im Rückstand, wurden sie von der Kommandantur abgeholt
- viele Familien flohen daher in den Westen, die Bauern folgten ihnen, sobald sie freigelassen worden waren
- 1953 flüchteten viele Bauern v. a. nach Westberlin, ausgelöst durch die Verhaftung des Bauern Garmatter und die Einrichtung der LPG (landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) Typ III „Clement Gottwald“ in Neu Töplitz
- die LPG hatte 33 Mitglieder und etwa 358 ha Nutzfläche
- 1953 wurde auch in Leest eine LPG Typ III gegründet, die 1959 zur LPG in Neu Töplitz kam; diese zählte dann 36 Mitglieder und hatte 589 ha Nutzfläche
- stürmische Protestversammlungen angeregt von Pfarrer Wieneke sorgten für die Freilassung Garmatters
- ab 1953 diente das Haus des Bauern Petsch gegenüber dem eigentlichen Schulhaus als Schule
- Sportler nahmen sich dem Bau einer Kegelbahn an, die wahrscheinlich 1955 in Betrieb genommen wurde
- 1959 wurde die GPG (gärtnerische Produktionsgenossenschaft) „Mitschurin“ in Alt Töplitz gegründet, sie hatte 4 Mitglieder und 10 ha Nutzfläche
- 1960 wurden die LPG Typ I „Am Göttiner See“ und die LPG Typ I „Alter Weinberg“ gegründet; beide hatten 14 Mitglieder und 182 ha Nutzfläche
- 1961 wurden zwei GPGs gegründet mit 32 Mitgliedern und 81 ha Nutzfläche; die GPG „Alter Weinberg“ ging aus der gleichnamigen LPG hervor, die zweite war die GPG „Neuer Weg“
- 1967 wird die LPG „Am Göttiner See“ der GPG „Alter Weinberg“ angeschlossen
- 1969 sollten die beiden GPGs „Alter Weinberg“ und „Mitschurin“ zusammengeschlossen werden, die sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen Ergebnisse standen dem jedoch im Weg
- 1973 werden die LPG Typ III „Klement Gottwald“ und die beiden GPGs „Alter Weinberg“ und „Neuer Weg“ zusammengeschlossen
- um 1973 geht die GPG „Mitschurin“ zur ZBE (Zwischenbetrieblichen Einrichtung) „Gewächshauswirtschaft“ Werder
- die heutige Grundschule in Töplitz existiert mit ihrem Gebäude seit 1976
- 1976 geht der Bereich Obstbau der GPG zur ZBE „Obstproduktion“ Satzkorn-Fahrland;
- 1979 schließt sich auch der Bereich Vieh- und Feldwirtschaft dieser ZBE an, womit es in Töplitz bis 1990 keinen eigenständigen Ladwirtschaftsbetrieb mehr gab, sondern nur noch Betriebsteile der Großbetriebe ZBE „Obstproduktion“ Fahrland-Satzkorn und ZBE
„Gewächshauswirtschaft“ Werder
- etwa ab der zweiten Hälfte der 70er Jahre wurden in Töplitz Wohnungsbauten, etwa im Mittelbruchweg, errichtet im Zuge der großen Zuwanderung neuer Arbeitskräfte in das Obstanbaugebiet
- Heinz Duft, der seit Ende der 60er Jahre Bürgermeister in Töplitz war, sorgte während seiner Amtszeit u. a. durch seine persönlichen Beziehungen zum Direktor des Straßenbaubetriebes für die Sanierung der Mühlenbergstraße (wo er selbst wohnte), der Leester Straße, der Neu Töplitzer Straße bis zum Buswendeplatz sowie der Dorfstraße (heute An der Havel) vom Dorfplatz bis zur Autobahnunterführung
- das Geld für die Sanierung der Phöbener Straße lag bereits vor, zur tatsächlichen Sanierung kam es dann aber nicht mehr
-1979 wurde der „Berliner Ring“ mit der Errichtung des fehlenden Stückes zwischen der Abfahrt Leest und der Abfahrt Marquardt fertig gestellt; bis dahin war die Autobahn nur wenig bis gar nicht befahren und wurde unter anderem von Fußgängern zur Überquerung der Havel genutzt
- 1986 wird die ZBE Fahrland-Satzkorn in die LPG „Obstproduktion“ Marquardt umgewandelt, wo etwa 100 bis 120 Töplitzer eine Anstellung finden in den letzten
Jahrzehnten der DDR-Zeit entwickelte sich Töplitz zu einem beliebten Urlaubsort; nach der Wende war diese Entwicklung zunächst rückläufig, da DDR-Bürger sich mehr auf die westlichen Urlaubsziele konzentrierten, die ihnen bis dahin versperrt gewesen waren
- nach der Wende wirtschafteten die Landwirte Hennig, Wolinski, Schramm, Maxim, Lehmkau und Zinnow privat weiter; Gartenbaubetriebe unterhielten Herr Meier, Frau Pfeiffer und Frau Feder

- nach 1990 gab es viele Neubauten und die Einwohnerzahl von Töplitz stieg
- 1993 wurde Töplitz dem Amt Werder zugeordnet, womit es in Töplitz keine Verwaltung mehr gab; die „Bürgersprechstunde“ ist der einzige Kontakt vor Ort
- die Kita und die Grundschule in Töplitz erfreuen sich wachsender Beliebtheit auch bei den umliegenden Gemeinden
- Raum für Feierlichkeiten sowie Unterbringung und Verpflegung für Urlauber bieten die Gaststätten „Hotel Mohr“, „Romantik“, „Yachthafen Ringel“, „Mühlenberg“ und „Am Alten Weinberg“
- Einkaufsmöglichkeiten bieten der Bäcker Kühnbaum und der Fleischer Pirsch an der Bushaltestelle Kirschweg und am Dorfplatz der Lebensmittelmarkt Haagen, der Töplitzer Einkaufsmarkt Zosky sowie Tinos Getränkeshop
- ebenfalls am Dorfplatz befinden sich die freiwillige Feuerwehr, das Bürgerhaus und die Kirche sowie das Pfarrhaus der evangelischen Gemeinde
- weiterhin gibt es eine Kirche der Neuapostolischen Gemeinde in der Leester Straße und eine Kirche der Mormonengemeinde in Leest an der Autobahn
- im Mittelbruchweg gibt es die Praxis des Allgemeinmediziners Grasme und die des Zahnarztes Rätz sowie den Kosmetiksalon Welzel; am Ortseingang findet man den Friseurbetrieb Raschke

Infos: Catharina Dahms

Quellen: Dr. Dr. Marcus Vette